Film Das Schlangenei (1977)

 

Von Ingmar Bergman

 

Mit Liv Ullmann, David Carradine, Gert Fröbe u. v. a.

Der jüdisch-amerikanische Trapezartist Abel Rosenberg lebt im Winter 1923 mit seinem Bruder Max in Berlin. Seit Max’ Verletzung sind beide ohne Engagement. Eines Nachts findet er Max erschossen in ihrem Pensionszimmer vor. Als weitere Tote in Abels entferntem Bekanntenkreis auftauchen, gerät er bei der Polizei in Verdacht. Ein früherer Bekannter Abels, der Wissenschaftler Vergérus, bietet ihm und Max’ Witwe Manuela ein Zimmer und Arbeit auf dem Gelände seiner Klinik an. Vergérus entpuppt sich als der Verantwortliche hinter der Serie von Gewalttaten, der mit hungernden Arbeitslosen grausame Experimente anstellt und diese filmt. Als er verhaftet werden soll, tötet er sich mit einer Zyankalikapsel. Vor seinem Tod prophezeit er das Aufkommen einer neuen politischen Bewegung in Deutschland, die die Wut, Angst und Frustration in der Bevölkerung für sich nutzbar machen wird: „Jeder kann sehen, was die Zukunft bringt. Es ist wie ein Schlangenei. Durch die dünnen Häute kann man das fast völlig entwickelte Reptil deutlich erkennen.“ Manuela wird in eine Nervenheilanstalt eingewiesen, Abel, der in die Schweiz abgeschoben werden soll, taucht in der Menge unter. Der Schlusstitel verrät, dass Abel seitdem spurlos verschwunden blieb.

Beginn: 20 Uhr

Eintritt frei

 

 

Termine/Mitwirkende
Beginn - wenn nicht anders vermerkt - um 20 Uhr

 

Montag, 19. März